Stoppt den Angriffskrieg der türkischen AKP-Regierung gegen die Demokratische Föderation Nordsyrien (Rojava) Stoppt den Bombenterror gegen die Bevölkerung in Afrin / Nordsyrien! Solidarität mit Rojava!

Kommt zur Protestaktion am Mittwoch, den 24. Januar 2018
Auftaktkundgebung in Karlsruhe - Ludwigsplatz um 17.00 Uhr

Seit dem 19.01.2018 bombardiert die türkische AKP-Regierung mit Artillerie und Luftwaffe die Bevölkerung im Kanton Efrin in Nordsyrien. Afrin war eine der letzten Regionen in Syrien, die fast 7 Jahre vom Krieg verschont blieb, und die vielen Menschen, die vor dem Krieg geflohen sind, Zuflucht geboten hat.

In Zusammenarbeit mit islamistischen Söldnertruppen will die Erdogan-Regierung ausradieren, was dort und in den anderen Kantonen Rojavas als ein politisches System demokratischer Selbstverwaltung entstand. Die Bevölkerung organisiert sich in eigenen Versammlungen und Räten, um ihr Leben über z.B. ethnische und religiöse Unterschiede hinweg gemeinsam zu gestalten. Die Frauen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie organisieren sich in allen Bereichen eigenständig und sind maßgeblich an der Gestaltung des Gemeinwesens beteiligt. Die kurdischen Selbstverteidigungskräfte haben auch eine wesentliche Rolle in der Bekämpfung des IS und der Befreiung vieler Städte und Dörfer vor seiner Schreckenherrschaft gespielt.

Im Norden Afrins finden zur Zeit schwerste Gefechte zwischen den Selbstverteidigungseinheiten der multiethnischen Bevölkerung und der türkischen Armee und den Islamisten statt. Die Kräfte der YPG/YPJ leisten erbitterten Widerstand und versuchen unter größter Opferbereitschaft den Vormarsch der Invasoren abzuwehren. Erdogan hat angekündigt, dass die Besatzung Afrins nur der erste Schritt in einem umfassenden Vernichtungsfeldzug gegen ganz Rojava und die gesamte Demokratische Föderation Nordsyrien sein soll.

Die im Parlament vertretene prokurdische HDP rief zu Solidarität mit Afrîn auf. Erdoğan konterte mit einer Warnung an die Kurden in der Türkei, "der Nation nicht in den Rücken zu fallen". Wer protestiere, werde gestellt: "Ihr werdet auf Schritt und Tritt verfolgt." Laut dem Innenministerium gab es bereits zwei Dutzend Festnahmen wegen "Terror-Propaganda" im Zusammenhang mit dem Einsatz in Afrîn; oppositionelle Websites melden, dass Personen festgenommen wurden, die den Einmarsch in den sozialen Netzwerken kritisiert hatten, unter ihnen HDP-Politiker. Eine Pressekonferenz der HD P in Diyarbakir wurde von Paramilitärs aufgelöst.

Die türkischen Streitkräfte werden nach den Worten von Präsident Recep Tayyip Erdogan die kurdische YPG-Miliz in Syrien vernichten. Deren Kämpfer könnten sich nicht auf die Hilfe der USA verlassen, um die Türkei zu besiegen. Die Kurdenorganisationen YPG, PKK und PYD würden fertiggemacht, bis nichts mehr von ihnen übrig sei.

Der türkische Staatspräsident Erdoğan sprach auf einem regionalen Kongress seiner Partei in Bursa über die Militärintervention seiner Armee in Afrin. Neben Erklärungen zu den Angriffen auf Afrin, drohte er auch der HDP, die sich gegen die Besatzung in Afrin stellt. So erklärte Erdoğan: „Ich habe gehört, dass die KCK und HDP die Menschen auf die Straßen lädt. Ihr werdet momentan Schritt für Schritt verfolgt. Ey HDP, ey KCK, ey PKK wisset, dass wenn ihr auf die Straßen geht, unsere Sicherheitskräfte euch auf dem Fersen sind. Wir wollen eine Operation gegen diejenigen, die unser Land angreifen, durchführen. Und währenddessen wollt ihr uns etwa von innen schlagen?"   Quelle: Mezopotamya Ajansı (MA)

Kurz vor der Intervention der türkischen Armee in Afrin, hat der türkische Staat die Internet- und Mobiltelefonverbindungen in der Region kappen lassen.  Die Bewohner Afrins befürchten, dass die Türkei damit beabsichtige, die Veröffentlichung von Massakern an Zivilisten durch das türkische Militär zu unterbinden.   Quelle: ANHA

Das türkische Religionsministerium Diyanet, dessen Teil auch die in Deutschland operierende DITIB ist, gab den Befehl aus, dass mit dem Beginn der Operationen auf Efrîn in allen Moscheen die als Eroberungssure bekannte Feth Sure verlesen wird. Darin ist von Krieg, Eroberung und Beute an den Ungläubigen die Rede.

Der Direktor der türkischen Religionsbehörde Prof. Dr. Ali Erbaş predigte dazu in der Haci Bayram: „Mein Gott, sorge für die Sicherheit unseres Vaterlandes, für die Ruhe unserer Nation und lass im Sinne von Frieden und Wohlstand die von unseren heldenhaften Sicherheitskräften und mutigen Soldaten begonnene Operation erfolgreich sein. Und hilf unserem glorreichen Heer mit deiner göttlichen Kraft.“   Quelle: ANF



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