8.Mai 2020 – Tag des Zorns – Bundesweiter Aktionstag gegen Rassismus – Kommt zur Kundgebung am Freitag – 8-5-2020 um 17 Uhr am Marktplatz in Kalsruhe

Kategorie: Aktuelle Termine
Veröffentlichungsdatum

Tag des Zorns – Bundesweiter Protest gegen Rassismus
Stoppt das Sterben an den Grenzen. Schützt die Menschen nicht die Grenzen
Kommt zur Kundgebung am „Tag des Zorns“ – Bundesweiter Aktionstag gegen Rassismus
Freitag, den 8. Mai 2020 um 17.00 Uhr am Marktplatz in Karlsruhe
Achtet bitte darauf, dass Ihr immer jeweils mindestens 2 m Abstand haltet zu allen anderen. Vorsichtshalber sollen auch alle eine Gesichts-Schutzmaske tragen zum Schutz für sich und andere.
Eine Vielzahl von migrantischen Organisationen hat nach den rassistischen Morden in Hanau anlässlich des 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus für den 8.Mai 2020 zu einem bundesweitem Aktionstag gegen Rassismus aufgerufen, an dem rassistische Strukturen in unserer Gesellschaft thematisiert werden sollen.
Dazu gehören auch die Forderungen nach „Sofortiger Auflösung von Geflüchtetenlagern an den Grenzen Europas sowie die Abschaffung von Lagerunterkünften für Geflüchtete, Abschaffung der Residenzpflicht, bessere Gesundheitsversorgung geflüchteter Menschen und ein Bleiberecht für alle Menschen mit prekärem Aufenthaltsstatus.“
Die Seebrücke Karlsruhe schließt sich diesem Aktionstag an und hat für Freitag, den 8.5.2020 zu einer Kundgebung um 17 Uhr auf dem Marktplatz aufgerufen, die auch von weiteren Antirassistischen Gruppen unterstützt wird.
Als Anlage übersenden wir den Karlsruher Aufruf der Seebrücke und den bundesweiten Aufruf.
https://www.facebook.com/events/3014868201933253/
Antirassistische Initiative Grenzenlos Karlsruhe – Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Tag des Zorns – Bundesweiter Protesttag gegen Rassismus Stoppt das Sterben an den Grenzen. Schützt die Menschen nicht die Grenzen KUNDGEBUNG AM 8.MAI UM 17UHR AUF DEM Marktplatz in Karlsruhe
Eine Vielzahl von migrantischen Organisationen hat nach den rassistischen Morden in Hanau anlässlich des 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus zu einem bundesweitem Aktionstag gegen Rassismus aufgerufen, an dem rassistische Strukturen in unserer Gesellschaft thematisiert werden sollen. Dazu gehören auch die Forderungen nach „Sofortiger Auflösung von Geflüchtetenlagern an den Grenzen Europas sowie die Abschaffung von Lagerunterkünften für Geflüchtete, Abschaffung der Residenzpflicht, bessere Gesundheitsversorgung geflüchteter Menschen und ein Bleiberecht für alle Menschen mit prekärem Aufenthaltsstatus. Die Seebrücke Karlsruhe schließt sich diesem Aktionstag an.
WIR FORDERN… …RETTUNG DER GEFLÜCHTETEN AN DEN AUßENGRENZEN! Nach wie vor fliehen Männer, Frauen und Kinder über das Mittelmeer nach Europa. Die bereits zuvor lebensgefährliche Fluchtroute ist durch das Agieren der Mittelmeerländer in der Corona-Krise noch tödlicher geworden. Italien und Malta haben ihre Häfen für private Rettungsschiffe geschlossen. Abgesetzte Notrufe werden von den zuständigen Behörden ignoriert und die private Seenotrettung massiv behindert. Der Tod von Menschen wird dabei bewusst in Kauf genommen. Mitte April wurde ein in Seenot geratenes Boot aus der Maltesischen Such- und Rettungszone rechtswidrig zurück nach Libyen gebracht. 12 Menschen kamen dabei ums Leben. Die Rettung von Menschenleben und die Einhaltung von Menschenrechten, dürfen nicht an den Außengrenzen enden.
…SCHUTZ FÜR GEFLÜCHTETE in den AUFFANGLAGERN! Auf den griechischen Inseln sind zehntausende Flüchtlinge auf engstem Raum zusammengepfercht. Die Lage wird immer bedrohlicher. Eine Corona-Infektion würde sich explosionsartig im Lager ausbreiten mit verheerenden bis tödlichen Folgen für die Geflüchteten, die durch ihre Fluchtgeschichte oft bereits gesundheitlich geschwächt sind. Unter den gegebenen räumlichen und hygienischen Bedingungen in den Lagern ist social distancing schlicht unmöglich.Eine sofortige Evakuierung der Lager ist nötig um unzählige Menschenleben zu retten!
…SCHUTZ UND AUFNAHME AUCH IN KARLSRUHE! Die Stadt Karlsruhe hat sich im Februar 2019 offiziell zum „Sicheren Hafen“ erklärt und damit ihre Bereitschaft signalisiert Verantwortung für Menschen auf der Flucht zu übernehmen. Vor einem Monat hat die Stadt ihre Aufnahmebereitschaft für fünf unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge erklärt. Fünf sind nicht genug! Absichtserklärungen sind nicht genug! Erst recht nicht angesichts der aktuell lebensbedrohlichen Situation in den Lagern. Wir rufen die Gemeinderät*innen und die Stadtverwaltung, auf, sich mit anderen „Sicheren Häfen“ zu vernetzen und politischen Druck aufzubauen. Wir fordern entschlossenes solidarisches Handeln, ohne Beschränkung auf einige wenige Personen.
Die Seebrücke ist eine zivilgesellschaftliche bundes- und europaweite Bewegung, die gegen die auf Abschottung ausgerichtete EU-Flüchtlingspolitik, sowie die Kriminalisierung und Behinderung der privaten Seenotrettung im Mittelmeer richtet. Als Lokalgruppe setzen wir uns dafür ein, das Thema in der Politik und der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Wir freuen uns über neue Unterstützer*innen! SEI DABEI! BRING DEINE IDEEN EIN! BETEILIGE DICH AN UNSEREN AKTIONEN!
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Tag des Zorns – 8.5.2020
Alle fragilen Veränderungen des rassistischen Systems zugunsten der von Rassismus betroffenen Menschen wurden von ihnen selbst erkämpft. Unser Aktivismus und unsere Forderungen stehen in der Tradition derjenigen, die für uns den Weg geebnet haben, weil sie vor 1933, während des NS-Regimes und danach für ihre Rechte und für ein Leben in Würde gekämpft haben.
Wir haben Forderungen formuliert, die wir breit streuen möchten. Ihr könnt euch gerne anschließen. Schreibt dazu eine Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Das Streikbündnis achter Mai fordert:
Schnelle, bedingungslose, angemessene und niedrigschwellige finanzielle Entschädigungen für Opfer und Angehörige rechter, antisemitischer, anti-Schwarzer, anti-Rom_nja- und Sinte_zzi, antimuslimischer- und anderer Formen rassistischer Gewalt Schnelle, bedingungslose, angemessene und niedrigschwellige Hilfe für Opfer, Angehörige und Zeug_innen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, Diskriminierung und Verfolgung auf allen Ebenen Schutz von Versammlungsstätten und Gebetsräumen rassifizierter Menschen und von jüdischen Communities Verbindliche, staatlich nicht weisungsbefugte Kommissionen gegen Rassismus und Antisemitismus, die zivilgesellschaftlich und von Betroffenen organisiert sind Vollständige Aufklärung der NSU-Morde, Freigabe und Offenlegung aller unter Verschluss gehaltenen Akten, konsequente Verfolgung aller Akteur*innen, Unterstützenden und Mitwissenden, sowie die Einrichtung von Untersuchungsausschüssen in allen Bundesländern Aufklärung aller Angriffe, Tötungen und anderer Gewaltakte die sich gegen rassifizierte Menschen, Schwarze Menschen, Geflüchtete, Migrant_innen, Muslim_innen, Juden und Jüd_innen richtet Konsequente Aufklärung aller ungeklärten Todesfälle in Polizei-, Justiz- und Staatsgewahrsam und Entschädigung der hinterbliebenen Familien, z.B. Tonou Mbobda, Yaya Jabbi, Achidi John, N’deye Mareame Sarr, Christy Schwundeck, Oury Jalloh u.a. Beendigung von Racial Profiling-Praktiken bei Polizeien, Gerichten und Behörden. Stärkung der Rechte von Opfern von Racial Profiling und konsequente Ahndung von Racial Profiling Schaffung von qualitativen Erhebungen zur Nachvollziehbarkeit systemischer Rassismen im staatlichen Handeln von Ämtern, Behörden und Gerichten, sowie in Schulen, auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt Die deutschlandweit flächendeckende Aufstockung und Regelfinanzierung für Beratungsangebote für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt Obligatorische rassismus- und antisemitismuskritische Aus- und Weiterbildungen für alle Akteure in Behörden, Polizei und Justiz, sowie im Bildungswesen Obligatorische und verbindliche Verankerung von Unterrichtseinheiten zu Kolonialismus und Neo-Kolonialismus, den historischen Wurzeln von Rassismus, Antisemitismus und ihrer verschiedenen historischen Entwicklungsformen und kontinuierlichen Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft, sowie der Auswirkungen von Privilegien in Lehr-, Ausbildungs- und Weiterbildungsplänen von Kitas, Schulen, Universitäten und Behörden Anerkennung aller deutschen Kolonialverbrechen und der widerrechtlichen Aneignungen bzw. Veräußerungen fremden Eigentums und entsprechend konsequente Reparationen Bedingungslose Rückgabe aller kolonial geraubten sterblichen Überreste und Kulturgüter und umfangreiche Provenienzforschung zur kolonialen Raubgeschichte Die konsequente Einbeziehung von Behindertenverbänden und ihrer Forderungen in die Gesetzgebung, sowie die Stärkung der Rechte von Menschen mit Behinderung, sowie Ausbau von Inklusionsmaßnahmen und selbstbestimmter Teilhabe Sofortige Auflösung von Geflüchtetenlagern an den Grenzen Europas Erleichterte Einreise für ALLE Menschen an EU-Grenzen ohne bürokratische Verzögerung Erweiterung und Stärkung des Rechts auf Asyl Bleiberecht für alle Menschen mit prekärem Aufenthaltsstatus Abschaffung von Lagerunterkünften für Geflüchtete, Abschaffung der Residenzpflicht, bessere
Gesundheitsversorgung geflüchteter Menschen
Achter Mai als nationaler Feiertag
Konsequente Aufarbeitung des NS-Regimes und seiner Auswirkungen bis heute
AfD-Parteiverbot
Exportstopp deutscher Waffen
Erstunterzeichner*innen
AKONDA – eine Welt Café Hamburg
Arrivati Hamburg – Öffentlicher Raum zu Flucht, Migration und Urban Citizenship
Black Community for Justice and Self Defense Hamburg
Decolonize Hannover
IniRromnja
Initiative zur Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş
Initiative Keupstraße ist überall
Initiative Schwarze Menschen Deutschland (ISD Bund)
Migrantifa FFM
Migrantifa Hamburg
Oury Jalloh Initiative
Sisters in Struggle Hamburg
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
(VVN-BdA)
Women in Exile
Cansu Özdemir, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft
Nissar Gardi, Erziehungswissenschaftlerin
Garip Bali, Aktivist bei Allmende Berlin
Jawaneh
Christian Galati, Dipl. Päd., pädagogische Leitung des Aktivspielplatz Hamburg-Farmsen
Sista Oloruntoyin, Social Justice Activist & Psychosocial Councellor
Brother Mwayemudza, Human Rights Activist & Physician
Ayesha
Ismail Küpeli, Politikwissenschaftler und Historiker
Christiane Schneider
Mitunterzeichner*innen
Migrantifa Hessen
Awista Gardi
Pajam Masoumi, Trainer*in in der politischen Bildungsarbeit
Anja Schunter
Katharina König-Preuss
Tsepo Andreas Bollwinkel, Bildungsarbeiter
Atal
Cem
Copwatch FFM
Dr. Cihan Sinanoğlu, Migrationssoziologe/Aktivist
Holla e.V.
Souzan AlSabah, Expertin für intersektionale Gesundheit
Michael John Sinclair, Omas gegen Rechts
Gunnar Skrocki
Sanata Nacro
Cenî, Kurdisches Frauenbüro für Frieden e. V.
https://wirstreiken0805.wordpress.com/

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